WLAN-Gebäudevernetzung: Biobäckerei Kaiser

wlanp2p 1Wächst ein Unternehmern schneller als geplant, kann sich eine vor wenigen Jahren getroffene Standortentscheidung heute als problematisch erweisen. Büro- und Fertigungsflächen werden knapp, weiteres Wachstum am Standort ist nicht möglich. Häufig sind jedoch weitere Flächen in der Umgebung anmiet- oder ankaufbar.

 

"Wächst ein Unternehmern schneller als geplant, kann sich eine vor wenigen Jahren getroffene Standortentscheidung heute als problematisch erweisen."

 

In eben diesen und ähnlich gelagerten Fällen gilt es stets eine zuverlässige und robuste, aber auch wenig kostenintensive Möglichkeit der Anbindung der neuen Räumlichkeiten oder Gebäude an die bestehende IT- Infrastruktur zu finden.

 

Eine oft geeignete Option ist die Vernetzung per WLAN 5GHz Punkt-zu-Punkt- Strecke. Ohne zusätzliche Schaltung weiterer Internetanschlüsse und in der Bandbreite oft stark begrenzte VPN- Technik, Erdbauarbeiten und die Einrichtung separater Netze erlaubt die WLAN P2P- Technik die direkte Anbindung an die bestehende Infrastruktur mit Bruttodatenraten von bis zu 867MBit, und das mit geringem Aufwand und über mehrere Kilometer.

 

Im vorliegenden Fall hatte unser Kunde aus der Region Rhein-Main folgende konkrete Wünsche.

 

Anforderung

  • Gebäudevernetzung: 3 Gebäude auf 3 nicht aneinandergrenzenden Grundstücken auf 2 Straßenseiten
  • redundante Verbindung: bei Ausfall einer Strecke sollen alle Gebäude und Netze weiter erreichbar bleiben
  • geringe Downtime im Fehlerfall (max. 1 Minute)
  • hohe Bandbreite (min. 200MBit)
  • hohe Verfügbarkeit
  • niedrige Ausfallwahrscheinlichkeit
  • geringe Wiederherstellungszeit

 

Anforderungsanalyse

Auch im vorliegenden Fall stellte sich die WLAN Punkt-zu-Punkt- Strecke als geeignetste Option heraus.

 

Die örtliche Nähe zwischen den 3 Unternehmensgebäuden mit dazwischenliegender Straße und großen Bauhof eines benachbarten Unternehmens behinderten die direkte Funkverbindungen der WLAN- Bridgeantennen nicht.

 

wlanp2p 1Neue Masten zur Aufnahme von je 2 Lancom Outdoor Access Point 821 an Hausfassade und Dächern wurden montiert, Netzwerkabel und Dosen gesetzt und der Brandschutz in den Gebäuden durch unseren Elektrikermeister wiederhergestellt, Blitzschutzmodule und Erdung fachgerecht umgesetzt.

 

Ein in jedem Gebäude installierter Lancom Gigabit POE Switch GS2310+ versorgt je 2 Bridges per LAN- Kabel mit Strom und Daten.

 

Die Umsetzung der Redundanzanforderung wurde durch den Einsatz des SpanningTree- Protokolls erreicht. Das Protokoll erkennt dynamisch die bestehenden Verbindungen im Netzwerk und verhindert das Auftreten eines Loops. Das hier beim Kunden konfigurierte Rapid Spanning Tree (RSTP) erkennt eine Störung innerhalb von 30 Sekunden und schaltet die für RTSP konfigurierten Ports zur Verwendung einer alternativen Strecke zuverlässig um.

 

Die eingesetzten Switche sind per LWL an die in jedem Gebäude vorhandene Infrastruktur verbunden um zusätzlichen Schutz vor Überspannung durch einen Mediumwechsel zu schaffen.